Der Alltag eines Parkinson-Erkrankten steckt voller Herausforderung. Schon lange ist es nicht mehr so, dass nur Rentner an der Krankheit erkranken. Jeder 10. bekommt die Diagnose schon vor dem 40. Lebensjahr. Das bedeutet, die Krankheit erwischt dich womöglich mitten im Leben.

Und dann? Wie soll es beruflich weitergehen? Wie lange schaffst du es, deine Arbeitsfähigkeit trotz Parkinson zu erhalten?

Besonders Junge Erkrankte fürchten die finanziellen Konsequenzen von einer frühen Arbeitsunfähigkeit. Aber auch für das Leben selbst wäre dies ein großer Einschnitt. Mit 45 Jahren womöglich Frührentner zu werden ist kein schöner Ausblick.

Aber auch ältere Parkinson-Erkrankte fürchten um ihre Rente und den Job. Hier geht es auch die Lebensqualität und einen sinn- und wertvollen Tagesablauf. Ich kenne genug Parkinson-Erkrankte, die in der Pflege arbeiten, und schlichtweg weiterarbeiten möchten, weil sie nicht den ganzen Tag zu Hause sein möchten.

Arbeiten und Parkinson – Was bedeutet das?

Mit Parkinson zu arbeiten ist häufig ein Balanceakt. Auf der einen Seite sind da die Symptome, die das Arbeiten nicht leichter machen. Das sind allerdings nicht nur die motorischen Symptome, wie Steifheit oder Schmerzen, sondern auch möglicherweise kognitive. Reize können nicht mehr so schnell verarbeitet werden. Multitasking fällt schwerer und an manchen Tagen ist man einfach nicht mehr so belastbar.

Außerdem soll von deiner Parkinson-Erkrankung vielleicht nicht jeder wissen. Vielleicht weiß es aktuell auch überhaupt niemand oder du hast Probleme den Kunden gegenüber. Diese sollen vielleicht dein Zittern nicht bemerken. Das erzeugt Stress.

Hinzu kommt, dass sich gerne die eigenen Zweifel melden.

“Bin ich noch so wertvoll, wie früher?”

“Was denken nur die Anderen von mir?”

“Wie soll ich das heute nur wieder schaffen?”

Im Idealfall weiß bei dir im Job natürlich jeder Bescheid und geht optimal mit dir um. Du bekommst viel Verständnis, Zeit für die Aufgaben, die dir Freude machen.

Gut, genug geträumt. Oft ist es leider anders. Und was machst du dann? oder selbst, wenn es ideal wäre, wie gehst du selbst optimal mit dir und deiner Erkrankung um?

Sag ich´s oder sag ich´s nicht?

Ich kann total gut verstehen, wenn du niemandem von deiner Erkrankung erzählen magst. Da stecken viele Ängste hinter. Das Problem ist nur, dass es dir schwerfallen wird, eine Erkrankung wie Parkinson zu verstecken. Das kostet Energie und geht auf Kosten deiner Lebensqualität.

Ich empfehle dir daher, das zu überdenken und wirklich hineinzuspüren, was dir guttun würde.

Wem solltest du von der Erkrankung erzählen?

Wer muss es jetzt nicht unbedingt wissen?

Ja, es werden sich vielleicht einige Menschen von dir abwenden. Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit schweren chronischen Erkrankungen umgehen sollen und fürchten sich selbst davor. Bitte denke daran, dass es vielleicht einfach auch ein Problem sein kann, was sie mit sich selbst haben.

Wo sich Türen schließen, öffnen sich aber andere.

Wichtig ist, dass du dich gut fühlst dabei. Ich weiß, dass Ärzte sich ungern auf die Tür schreiben “Ich habe Parkinson!”, aber es hilft schon, wenn das Personal Bescheid weiß.

Ähnlich mag es vielen Arbeitnehmern oder Selbstständigen auch in anderen Branchen ergehen. Es steckt ja auch die Angst dahinter, dass man auf einmal nicht mehr für voll genommen wird. Kunden könnten wegbleiben oder Aufträge platzen. Ja, das wäre ungünstig. Aber hier geht es ja nicht darum, wie du trotz Parkinson Millionär wirst, sondern darum, wie du arbeitsfähig bleiben kannst. Dabei ist es wichtig, den Stress zu reduzieren. Also: Schau hin und triff eine gesunde Entscheidung.

Was kann ich tun, um meine Arbeitsfähigkeit trotz Parkinson zu erhalten?

  1. Nimm bewusst wahr, was los ist.
  2. Gewinne Klarheit darüber, was du willst und was du dafür brauchst
  3. Stress ist ungesund
  4. Folge deinem eigenen Rhythmus
  5. Linder aktiv deine Symptome
  6. Achte auf deine Ernährung
  7. Erwarte weniger von dir und bleibe wertfrei
  8. Mache ausreichend Pausen und begünstige einen guten Schlaf
  9. Wo sind deine Schwächen? Wie willst du damit umgehen?
  10. Nimm bewusst deinen eigenen Wert wahr
  11. Nutze Sport und Bewegung zum Stressabbau
  12. Stärke die Kommunikation: Rede mit anderen
  13. Nutze gezielt die Kraft des Journalings
  14. Sorge vor
  15. Mache dir einen Notfallplan

Im folgenden Video gehe ich detailierter auf die Tipps ein:

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Was kannst du jetzt gleich tun?

Notiere dir am besten gleich die Punkte, die dich ansprechen. Idealerweise wählst du dann einen einzigen Punkt aus, mit dem du starten willst.

Konkretisier diesen Punkt für dich. Was bedeutet das? Was willst du tun oder nicht mehr tun?

Welcher dieser Tipps spricht dich am meisten an? Wo brauchst du noch mehr Unterstützung, um arbeitsfähig zu bleiben?

Bitte beantworte mir diese Fragen gerne unten im Kommentarfeld! Deine Antworten zeigt mir, wo ich dir wirklich helfen kann.

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