Der erste Schritt oder die erste Phase, bevor es mit einer passenden Therapie und entsprechenden Übungen losgehen kann, ist die Diagnose Parkinson.

 

Vielleicht hat sich schon seit einiger Zeit dein Leben schleichend verändert. Du suchst nach einer Antwort, die dir die Ärzte lange nicht geben konnten oder bis heute nicht können. Deine Hand zittert im Ruhezustand, aber sobald du dir etwas einschenken möchtest, verschwindet das Zittern. Oder ein Bein bebt ständig und macht dich nervös. Aber warum solltest ausgerechnet du Parkinson haben?

Am Anfang glaubst du vielleicht, es sei Zufall, Nervosität oder nur deine überspannten Nerven. Du möchtest die Symptome am liebsten weit von dich schieben. Doch sie kommen immer wieder.

Vielleicht bemerkst du auch, dass dein Körper dir nicht mehr so unmittelbar wie früher gehorcht. Du hast Schwierigkeiten aufzustehen, brauchst manchmal einen zweiten Anlauf.

All das verunsichert dich.

Vielleicht hast du auch schon ein Mal mit deinem Arzt darüber gesprochen, ohne dass es zu der Diagnose Parkinson gekommen ist. Vielleicht wurde dir auch gesagt, du hättest kein Parkinson. Und trotzdem bist du hier. Du möchtest wissen, was mit dir los ist oder viel lieber möchtest du die Gewissheit haben, dass du kein Parkinson hast.

 

Aber ist diese Unsicherheit ein Grund zum Arzt zu gehen? Wird er dich ernstnehmen? Willst du das Ergebnis überhaupt wissen?

 

Die Diagnose Parkinson ist im Beginnstadium schwierig zu stellen. Eine Untersuchung, die klar zeigt, dass du Parkinson hast, gibt es nicht. Die Diagnose wird in der Regel anhand der Krankheitsanzeichen gestellt. Aber anders als bei anderen Erkrankungen sind die Symptome und der Verlauf der Erkrankung nicht gleich. Außerdem gibt es verschiedene Parkinson Syndrome, wie das idiopathische Parkinson-Syndrom oder atypischen Parkinson-Syndromen. Bei diesen Parkinson-Syndromen ähneln sich die Symptome anfangs. Ein großer Unterschied ist, dass der Körper bei idiopathischen Parkinson-Syndrom gut auf eine Behandlung mit L-Dopa anspricht.

Du hörst schon, das Stellen der Diagnose Parkinson ist gar nicht so einfach. Deshalb stellt auch in der Regel der Neurologe die Diagnose. Er hat die meiste Erfahrung damit.

Am Anfang sind die Symptome noch mild und nicht eindeutig. Es muss nicht zwangsläufig Parkinson sein. Zittern, Müdigkeit und Schlafstörungen könnten natürlich auch von einer stressigen Episode kommen. Vorallem wenn du noch unter 40 Jahre alt bist, denkst du vermutlich nicht gleich an eine Erkrankung wie Parkinson.

Aber Parkinson ist keine Erkrankung des Alters. Jeder zehnte Parkinsonpatient erkrankt vor seinem 40. Geburtstag.

 

Lange bevor es zu körperlichen Symptomen kommt, kannst du schon unbemerkt kognitive Defizite oder Symptome haben.

Eine Depression kann viele Jahre vor dem Feststellen einer Parkinson-Erkrankung auftreten.

Dein Geschmacks- und Geruchssinn kann sich verändern.

Ebenso kann deine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen haben.

Vielleicht hast du beobachtet, dass dir Aufgaben, die du nicht routiniert machst, schwerer fallen.

Es kann dir schwerer fallen die Aufmerksamkeit von eine Aufgabe auf eine andere zu lenken.

Die Ermittlung und die Organisation der Schritte, die du zur Bewältigung einer Aufgabe nötig sind, ist möglicherweise ebenfalls eine Herausforderung für dich geworden.

Auch das Treffen von Entscheidungen fällt dir schwerer als früher.

Vielleicht merkst du auch einfach nur, dass du in allem ein wenig langsamer geworden bist als früher.

 

Mögliche körperliche Symptome, die zuerst auftreten können, sind:

  • das Zittern an einer Hand oder an einem Bein
  • Schwierigkeiten eine Bewegung auszuführen
  • langsamere Bewegungen
  • steife Muskeln
  • schleicheneder Beginn der Symptome

 

Wie viele dieser Symptome hast du? Sind es zwei oder mehr Kardinalsymptome?

 

Aber auch in anderen Bereichen kann durch Parkinson eine Veränderung entstehen:

    • Haltungs- und Gleichgewichtsprobleme
    • kleinschrittiges Gangbild
    • plötzlich in der Bewegung einfrieren
    • leiser und langsamer sprechen
    • die Schrift wird am Ende kleiner
    • starre Mimik
    • Schlafprobleme
    • Verstopfung
    • wechselhafter Blutdruck
    • Schmerzen
    • Depression
    • Angst
    • Müdigkeit
    • Halluzinationen
    • Verwirrtheit

 

Diese Symptome müssen bei dir weder jetzt noch später vorhanden sein. Aber vielleicht hast du gerade ein Aha-Erlebnis.

Sobald du zwei Kardinalsymptome bei dir entdeckst, solltest du mit deinem Arzt oder Neurologen sprechen.

Gehe offen mit deinen Symptomen – auch den kognitiven! – um. Reden darüber. Nur so kann dein Arzt dir helfen und dir im Bedarfsfall die richtigen Medikamente verschreiben.
Wenn du ehrlich und offen bist, hast du eine Chance schnell die richtige Hilfe zu bekommen.

Überlege doch mal: Wann fing alles an? Wie lange habe ich schon Beschwerden, die ich nicht verstehen? Sind es Wochen, Monate oder vielleicht schon länger als ein Jahr?

Parkinson entsteht nicht schlagartig über Nacht. Es schleicht sich in dein Leben ein.

Die Symptome von Parkinson können sehr unterschiedlich sein. Es kann sogar vorkommen, dass deine Zunge zittert oder du ständig mit dem Kopf wackelst. Sorge so schnell wie möglich für Gewissheit! Es hilft nicht, wenn du dich lange alleine mit deinen Sorgen herumschlägst.

Wenn du tatsächlich Parkinson haben solltest, hilft es dir nicht, wenn du die Symptome ignorierest. Auch wenn es dir jetzt vielleicht so vorkommen mag, dass eine Diagnose dein Ende ist. Kopf hoch. Das ist nicht so.

Die Diagnose Parkinson ist gewiss ein Schock. Doch mit deinem eigenen Handeln bestimmst du dein Leben!

Du hast die Diagnose Parkinson schon erhalten und weißt nicht weiter?

Lies hier die Wahrheit über deine Lebenserwartung.

Oder hier was der Schlüssel für deine Lebensqualität ist.

Vielleicht hilft dir aber auch “Glücklich trotz Parkinson”.

Silke

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