Februar 26

Jung und Parkinson: Auf diese Komponenten solltest du achten

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Jung und Parkinson

Jüngere Parkinson-Erkrankte machen häufig ihren normalen Sport und gehen vielleicht als Ergänzung zur Physiotherapie. Aber reicht das auch?

Bist du jung, fit und hast Parkinson?

Glaubst du, dass deine Maßnahmen ausreichend sind?

Dann vergleiche deine Maßnahmen mit den Tipps aus diesem Beitrag. Hier erkläre ich dir, welche Komponenten aus meiner Erfahrung heraus für einen jungen Parkinson-Erkrankten wirklich wichtig sind, um den Verlauf günstig zu beeinflussen und vorzusorgen.

Was ist anders im Leben eines jungen Parkinson-Erkrankten

Als junger Parkinson-Erkrankter stehen andere Prioritäten im Raum als in späteren Lebensphasen. Die meisten Erkrankten stehen noch mitten im Berufsleben und haben mehr oder weniger jüngere Kinder um sich. Die Vereinbarkeit von allen Anforderungen ist nicht leicht. Und die Sorgen in diesem Alter sind teilweise ganz andere. 


Häufige Sorgen und Gedanken sind:

Wie kann ich arbeitsfähig bleiben?

Wann sage ich es meinem Chef oder den Kollegen?

Wie gehen meine Freunde und meine Familie mit der Erkrankung um?

Werde ich jetzt vielleicht zum Pflegefall?


Stress

Wichtig zu beachten ist immer, dass Stress sehr ungünstig ist. Ein Leben als junger Parkinson-Erkrankter ist selten stressfrei. Aber unter Stress lässt sich nur schwer erkennen, wie "schlimm" der Zustand tatsächlich ist. Durch Stress sind die Symptome meistens deutlich stärker. Ich habe oft erlebt, dass Stress und ein ungünstiger Umgang mit der Erkrankung dazu führen, dass die Arbeitsfähigkeit stark eingeschränkt ist oder sogar gänzlich bedroht ist. 


Was kannst du tun?

Durch Sport, Bewegung und einen guten Umgang mit der Erkrankung kannst du die Symptome lindern und Stress abbauen. Das verbessert die Arbeitsfähigkeit. Hierfür ist außerdem hilfreich, wenn du verstehst, wie dein Gehirn funktioniert. Denn dann weißt du, wie du deine Aufgaben im Berufsleben oder Alltag besser erledigen kannst. Aber das hier nur am Rande.


Diese Komponenten unterstützen dich in deinem Leben

Es ist ganz einfach Sport zu treiben und aktiv zu sein. Doch es gibt einige Komponenten, die sollten in deinem Trainingsplan oder der Sportart, die du wählst, nicht fehlen.

Jung und Parkinson Sport



Diese strategischen Bausteine können dir helfen:

1

Ausdauer

Grundsätzlich ist es beim Üben wichtig, die Ausdauer zu trainieren. Das kann mit Joggen, Radfahren, walken oder anderen kreislaufaktivierenden Bewegungen oder Sportarten sein, die zu dir passen. Wichtig ist auch hier, dass die Art dich nicht zusätzlich stresst.

2

Lockernde Übungen

Morgens helfen vielen Erkrankten lockernde Übungen, um gut in den Tag zu kommen. Aber auch zwischendurch als kleine Bewegungspause kannst du leichte Übungen zum Entspannen und Schmerzen lindern einfließen lassen. Das mag jetzt noch schwerer zeitlich zu vereinbaren sein, aber im Grunde wirst du dadurch Zeit sparen. Vielfach lässt sich durch solche Bewegungspausen die Verlangsamung durchbrechen.

3

Kraft

Indem du deine Muskulatur kräftigst und stärkst, sorgst du präventiv für eine bessere Haltung. Das kann auch Schmerzen und Verspannungen vorbeugen und dich leistungsfähiger halten.

4

Koordination

Indem du die Koordination schulst, verbesserst du das Zusammenspiel der Muskeln und förderst damit die komplexe Vernetzung deiner Nervenzellen in deinem Gehirn.

5

Gleichgewicht

Im Laufe der Parkinson-Erkrankung kommt es in der Regel nicht nur zu einer Verlangsamung in der Motorik, sondern auch die komplette Reizverarbeitung und die automatische Haltungs- und Gleichgewichtsreaktionen können mit der Zeit betroffen sein. Um hier Ressourcen zu schaffen und die Neuroplastizität zu nutzen, macht es Sinn, das Gleichgewicht schon früh zu trainieren.

Ein guter Plan ist die halbe Miete

Wenn du deine Sportart auswählst oder ein Übungsprogramm planst, ist es nicht nur wichtig, die obenstehendes Komponenten einfließen zu lassen. Sinnvoll ist es auch ganzheitlich zu denken und nicht nur einzelne, isolierte Muskelgruppen zu trainieren. Ein funktionelles Ganzkörpertraining zwei Mal pro Woche sollte hierfür genügen. In einigen Fällen scheint tatsächlich ein vielseitiger Sport zu reichen. Wichtig hierbei ist, dass alle Schwächen tatsächlich auch mit dem Sport gefördert werden.

Berücksichtige bitte, dass es bei einem sportlichen Training darum geht, den Sport besser auszuüben. Ein Gesundheitsprogramm hingegen zielt auf deinen Körper und deine Gesundheit ab.

Sollte dein Sport also nicht alle Komponenten enthalten und deine Gesundheit ausreichend fördern und deine Defizite ausgleichen, empfehle ich dir, dies schon frühzeitig mit gezielten Übungen zu ergänzen. Nur solche Übungen stärken dich dort, wo und wie du es tatsächlich brauchst.

Das hört sich jetzt alles viel an, aber du kannst einiges leicht in den Tag einfließen lassen. Dadurch wirst du dich wohler fühlen und besser zurecht kommen. Dein Programm soll aber auf keinen Fall Stress auslösen.

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Zusammenfassung

Zusammengefasst gesagt, rate ich dir auf folgende Komponenten zu achten:

  1. Ausdauer
  2. Beweglichkeit
  3. Kraftaufbau
  4. Koordination
  5. Gleichgewichtstraining

Morgens sind Übungen hilfreich, die dir helfen beweglicher zu werden. Das braucht nur für einige Minuten zu sein. Zwischendurch können einzelne Übungen, dir helfen leistungsstärker und belastbarer zu werden. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn du länger sitzt oder zur Steifheit neigst oder schnell unter Schmerzen leidest.

Zwei Mal pro Woche macht ein funktionelles Ganzkörpertraining Sinn. Manchmal ist dies durch den Lieblingssport erfüllt. Oft sind aber einzelne Bereiche nicht abgedeckt, bzw. liegt der Fokus nicht auf den körperlichen Defiziten, sondern der Ausübung des Sports.

Regelmäßige Ausdauereinheiten helfen deinem Körper Gehirn fit zu bleiben.

Werde fit und bleibe gesund


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