„Was kann ich überhaupt essen?“, fragen sich viele Menschen, die unter der Parkinson-Krankheit leiden.

Auf der einen Seite ist ein Symptom von Morbus Parkinson eine träge Verdauung. Und auf der anderen Seite soll die Aufnahme von Eiweiße zur Medikamenteneinnahme vermieden werden. Außerdem war da ja noch die Sache mit der Ursache.

Parkinson und der Darm

Beginnt Morbus Parkinson tatsächlich im Gehirn?

Die Forscher haben hierfür einige Hinweise entdeckt und können diese inzwischen auch ganz gut untermauern.

Nach einer Durchtrennung des Vagusnerv erkranken Menschen seltener an Parkinson. Der Vagusnerv verbindet den Darm direkt mit dem Gehirn. Über diese Verbindung verbreitet sich möglicherweise die Parkinson-Krankheit.

Ist der Darm gesund, freut sich der Mensch

Viele Parkinson-Erkrankte haben für sich entdeckt, dass die Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Das hat viele Gründe.

Die Ernährung hat einen Einfluss auf:

  1. die Verdauung
  2. Medikamentenwirkung
  3. Nährstoffaufnahme
  4. die Stimmung und das psychische Wohlbefinden
  5. Müdigkeit und Belastbarkeit
  6. das Immunsystem
  7. evt. sogar das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit

Was solltest Du bei der Ernährung berücksichtigen?

Es gibt viele Tipps rundum das Thema Ernährung. Diese können sehr verunsichern, denn einige Parkinson-Erkrankte und auch Spezialisten schwören auf diverse Ernährungsweisen und auch Ergänzungsmittel.

Ich finde es wichtig, selbst auszuprobieren, was zu einem passt und auch auf sein Gefühl zu vertrauen. Aber genauso sinnvoll ist es, die Studien zu betrachten. Eine gesunde Mischung aus beiden macht es.

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Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um einen Mangel zu vermeiden. Auch wenn Levodopa nicht gleichzeitig mit eiweißhaltigen Lebensmitteln eingenommen werden soll, sind für deinen Körper Proteine und Aminosäuren sehr wichtig für den Stoffwechsel. Fehlen diese wichtigen Stoffe kann es zu häufigeren Infekten kommen, Leistungsabfall, Gelenkbeschwerden und auch Defiziten beim Muskelaufbau.

Günstig für den Verlauf der Parkinson-Krankheit sind:

  • frisches Obst und Gemüse
  • Nüsse und Samen
  • (nicht frittierter) Fisch
  • Olivenöl
  • Wein
  • Kokosöl
  • frische Kräuter und Gewürze
  • Fischöl
  • Coenzym Q10

Ungünstig für den Verlauf der Parkinson-Krankheit sind:

  • Obst und Gemüse aus der Dose
  • Diät-Limonaden und -Getränke
  • frittierte Lebensmittel
  • Rindfleisch
  • Joghurt und Käse
  • Eisenpräparate

Stelle die Versorgung von Vitamin B12 und D3 sicher

Die Vitamine B12 und D3 sind wichtig für den Körper. Deshalb wird in der Literatur darauf hingewiesen, auf eine ausreichende Einnahme zu achten. Allerdings wird zugleich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere die mit einer vermuteten antioxidativen Eigenschaft, abgeraten.

Eine weitere positive/therapeutisch Wirkung können folgende Stoffe haben:

  • grüner Tee
  • Rotwein
  • Arktiswurzel
  • Zwergimmergrün

Bewegung

Für eine gute Darmgesundheit ist auch Bewegung wichtig. Besonders das Gehen fördert die Darmaktivität. Aber auch das Abrollen mit den smoveys kann helfen, um einen trägen Darm anzuregen.

Zusammenfassung

Eine ausgewogene Ernährung ist bei Morbus Parkinson besonders wichtig, um den Darm gesund zu halten. Empfehlenswert sind frische Produkte und gesunde Öle. Achte bei deiner Ernährung auch darauf, dass du genug Eiweiß und wichtige Nährstoffe zu dir nimmst.

Werde fit trotz Parkinson

Silke

Referenzen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29081890

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0681-6700

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28095073