Dezember 18

Warum bei Parkinson mehr Sehstörungen auftreten und welche das sind

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Parkinson und Sehstörungen

82% der Parkinson-Patienten klagen in einer Studie aus diesem Jahr über mangelndes Sehvermögen! Ist da Zufall oder was?

Seltsamerweise sind nur 48% der Kontrollgruppe von Sehstörungen betroffen. Damit ist ein Zufall unwahrscheinlich. 

Die Bestimmung von Sehstörungen können bei der Diagnostik hilfreich sein. 

Leider werden sie von Patienten häufig gar nicht gemeldet bzw. vom Arzt übersehen.

Dabei können Sehstörungen alltägliche Aktivitäten wie das Lesen oder Nachgehen eines Hobbys beeinträchtigen und sogar zu einer verstärkten Isolation führen. Auch Schwierigkeiten beim Gehen können gesteigert werden. Das fängt bei Gangunsicherheiten an und hört sicherlich nicht beim optisch veränderten Gangbild auf. Möglicherweise kann im späteren Verlauf das Sturzrisiko erhöht sein.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass viele Sehstörungen gut behandelbar wären.

 

Mögliche Sehstörungen bei Parkinson

Das Sehvermögen kann in folgenden Bereichen verändert sein:  

  • Sehschärfe
  •  Doppelsehen/Doppelbilder oder verschwommenes Sehen
  •  trockene Augen
  • Kontrastempfindlichkeit
  • Farbunterscheidung
  • veränderte Pupillenreaktivität
  • Nachtsichtstörungen
  • veränderte Sakkaden- und Verfolgungsaugenbewegungen
  •  Bewegungswahrnehmung
  • visuelle Verarbeitungsgeschwindigkeiten  
  • Störungen der visuellen Orientierung
  • Probleme bei der Gesichtserkennung
  • Schlafstörungen bei schnellen Augenbewegungen (REM)
  •  chronische visuelle Halluzinationen vorliegen

Kommen die Sehstörungen vom Alter, von der Krankheit oder den Medikamenten?

Wichtige Frage! In Anbetracht der oben genannten Studie scheint es unwahrscheinlich zu sein, dass die Sehstörungen zufällig bei Parkinson häufiger auftreten.

Teilweise können die Symptome mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu tun haben. Des Weiteren sind einige Symptome möglicherweise durch die Einnahme der Medikamente zu verbessern. Das ist wahrscheinlich dann der Fall, wenn der Sehstörung z.B. eine verlangsamte Reizübertragung zugrunde liegt. 


Was tun bei Parkinson und Sehstörungen

Sinnvoll ist, das Sehvermögen nicht nur gesondert zu betrachten und als normale Alterserscheinung hinzunehmen. Möglicherweise hat Parkinson einen Einfluss hierauf. 

Da Sehstörungen einen negativen Einfluss auf deine alltäglichen Aktivitäten haben kann, möchte ich dir hier einige Tipps geben.

Parkinson Sehstörungen

1

Augenarzt

Lass deine Augen im Falle eines Problems kontrollieren. Auch regelmäßige Kontrollen können sinnvoll sein.

2

Neurologe

Erwähne auch beim Neurologen deine Sehstörungen, da diese im Zusammenhang mit der Erkrankung stehen können. Außerdem haben die Medikamente einen Einfluss auf einige Sehstörungen. Hier kann dir nur der Neurologe helfen.

3

Autofahren

Sehstörungen haben einen negativen Einfluss auf dein Fahrvermögen. Um das Unfallrisiko im Blick zu halten, solltest du deine Sehstörungen berücksichtigen. Der Augenarzt kann vermutlich hilfreiche Antworten geben, ob du ausreichend siehst, um Autofahren zu können.

4

Stürze

Dein Sehvermögen beeinflusst deinen Gang und wie sicher du dich fühlst. Um Stürze zu vermeiden, solltest du dich mit dem Arzt austauschen. Außerdem können Lichtverhältnisse hier eine wichtige Rolle spielen, um Stürze zu vermeiden. 

5

Trotzdem aktiv sein

Ein eingeschränktes Sehvermögen kann Ängste und Unsicherheiten verstärken. Hierdurch geht man womöglich den Hobbys nicht nach, trifft sich seltener mit anderen Menschen und bewegt sich weniger. Das kann die Unsicherheit noch mehr verstärken und dazu führen, dass man noch weniger macht. Mein Tipp ist, bleibe trotzdem aktiv. Bewege dich ausreichend, triff dich mit Menschen und passe deine Hobbys an.

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Zusammenfassung

Bei Parkinson treten häufig auch Sehstörungen auf, die mit der richtigen Behandlung vielfach zu lindern sind. Es ist auch wichtig, seine Schwächen zu kennen, um die notwendige Schlüsse zu ziehen und Sicherheitsmaßnahmen ergreifen zu können. 

Werde fit trotz Parkinson

Hier findest du die zweite Studie, auf die ich mich im Beitrag beziehe.



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