Parkinson – Wie du trotz kognitiver Defizite einen Plan erstellen kannst

Für gesunde Menschen ist es völlig normal, die Gedanken im Kopf zu sortieren.

Aber wenn deine kognitiven Fähigkeiten durch eine Erkrankung wie Parkinson eingeschränkt sind, ist dies nicht immer einfach.

Doch wie macht man dann Pläne?

Ist es dann nicht viel leichter, das Leben so hinzunehmen, wie es gerade ist?

 

Mit Parkinson ist es eine Herausforderung Ziele, Pläne und überhaupt die Gedanken zu ordnen.

 

Aber warum ist das so?

Parkinson hat nicht nur Einfluss auf deine motorischen also körperlichen Fähigkeiten, sondern auch auf die kognitiven.

 

Kognitive Fähigkeiten betreffen z. B.:

  • das Gedanken sortieren
  • die Aufmerksamkeit von einem Thema zum anderen wechseln
  • das Suchen von (Konflikt-)Lösungen
  • das Abwägen zwischen zwei Optionen
  • das Überschauen, welche Schritte für eine Handlung überhaupt nötig sind
  • das Ausführen von Nicht-Routineaufgaben

 

Im Grunde ist das Setzen von Zielen, Planen, sortieren deiner Gedanken und Ähnliches kognitives Training für dich. Dieses solltest du auf keinen Fall vernachlässigen. Denn, wie auch in anderen Bereichen, ist es schwierig, Fähigkeiten, die du einmal verloren hast, neu zu erwerben.

Deshalb ist es gerade gut und wichtig für dich, zu planen.

 

 

Der erste Schritt einer Planung ist die Zielfindung.

Du brauchst ein Ziel, auf das du losmarschieren kannst.

Damit du die Energie dafür aufwendest, solltest du dieses Ziel auch tatsächlich erreichen wollen. Sprich, du brauchst selbst einen Grund: deine persönliche Motivation.

Ein Ziel, das dir eigentlich egal ist, wirst du vermutlich nicht verwirklichen, wenn es für dich schwierig zu erreichen ist.

 

Suche dir Ziele, die zu dir passen, und wähle eins aus, mit dem du anfängst.

 

Der Versuch, sofort das komplette Leben zu ändern, scheitert häufig schon bei gesunden Menschen. Was ist die eine Sache, die dir besonders wichtig ist?

 

  • Ist es deine Partnerschaft, die du verbessern möchtest?
  • Beschwerden, die du lindern möchtest?
  • Eine Fähigkeit, die du trainieren möchtest?
  • Möchtest du in deinem Haus oder deiner Wohnung eine Veränderung vornehmen?
  • Möchtest du endlich xy tun?

 

Wenn es dir schwerfällt, die Handlungsschritte automatisch im Kopf zu machen, dann nutze die Kraft der geschriebenen Worte. Schreib dein Ziel auf.

 

Doch damit ist es natürlich nicht getan. Dir fehlen jetzt:

  • die Schritte zu diesem Ziel hin
  • wie oder wann du diese Schritte durchführen möchtest

 

Was brauchst du, um xy zu tun?

Schreibe alle Antworten auf, die dir dazu einfallen.

Diese Antworten können direkt kommen, aber auch im Laufe der nächsten Stunden. Denke immer wieder an dein Ziel und das, was dafür nötig ist. Lass die Liste wachsen.

Es kann sein, dass du eine halbe Stunde für die Antworten brauchst. Aber du darfst auch gerne einen Tag lang sammeln.

Sobald du das Gefühl hast, die Liste ist vollständig, gehst du zum nächsten Schritt über.

 

Formuliere dir kleine Aufgaben – Zwischenschritte auf deinem Weg zum Ziel.

Ich brauche a, um xy zu tun. Wann und wie kann ich das tun? Oder wen kann ich bitten, dass er a für mich tut?

Du brauchst nicht alles selbst zu machen. Wenn du etwas nicht kannst, dann suche dir Hilfe.

 

Da ist niemand?

Ganz ehrlich: Ist das nicht eine Ausrede? In den seltensten Fällen ist wirklich niemand da. Versuche die Ausrede zu überwinden und dazu überzugehen, was du arrangieren kannst.

 

  • Du kannst auf die Straße gehen und jemanden um Hilfe bitten.
  • Du kannst jemanden anrufen und einfach fragen.
  • Du kannst einen Dienst einschalten, der das für dich erledigt.
  • Du kannst eine Möglichkeit suchen, wie du es doch selbst schaffst.

 

Du siehst, da sind mehr Möglichkeiten. Schreibe dir auf, was du wann tun willst, um deinem Ziel näher zu kommen. Das ist ein Plan.

 

Wenn du jetzt das Gefühl hast, dein Plan ist chaotisch, dann entspann dich. Du bist heute viel weiter als du gestern warst. Heute hast du einen Plan. Er mag dich nicht auf dem kürzesten Weg zum Ziel bringen, aber immerhin wirst du ankommen.

 

  1. Du schreibst dein Ziel auf.
  2. Du notierst die notwendigen Handlungsschritte.
  3. Du vermerkst dir, was du wie und wann arrangieren kannst.
  4. Und dann fängst du an, deine kleinen Schritte umzusetzen.

 

Auf diese Art und Weise wirst du zum Ziel kommen, auch wenn du sonst die notwendigen Schritte vergessen hättest.

Plan dir eine überschaubare Menge ein und bleib dran.

 

Zum Aufschreiben sind geeignet:

  • Notizblöcke
  • Notizzettelchen zum Aufkleben (Post it)
  • Karteikarten
  • Apps fürs Handy
  • Tools wie Trello (auch für den Pc)

 

Solltest du mit dem Schreiben nicht zurechtkommen, überlege dir, wie oder was dir helfen könnte.

Du könntest dir deine Gedanken, Ziele, Zwischenschritte auf dein Handy diktieren und anhören. Oder vielleicht sogar ausdrucken.

Du könntest eine andere Person bitten, dir zu helfen. Diese Person kann deine Gedanken aufschreiben. Aber auch dir helfen, deine vielleicht etwas wüsten Gedanken zu sortieren. Du darfst Hilfe annehmen.

Wenn dir andere Menschen nicht helfen, dann kann es daran liegen, dass sie oft nicht wissen, was sie konkret tun können; oder schlichtweg das Gefühl haben, alles falsch zu machen.

 

Also sage konkret, was dir eine Hilfe wäre, was du dir wünschen würdest, was du schaffen möchtest.

 

Deine größte Chance zur Veränderung deiner Situation liegt in dir.

Nur du kannst dich selbst verändern. Du kannst deine Gedanken, Gefühle, Handeln und damit auch deinen Parkinson und deine Lebensqualität beeinflussen.

Setz dir Ziele. Mach dir einen Plan und setze ihn um.

 

Du brauchst dabei Hilfe?

Kein Problem. Kennst du schon mein 1:1 Coaching?

 

Werde fit trotz Parkinson

Silke

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01. - 30. September 2020